MPU nicht bestanden – wie geht’s weiter?

MPU nicht bestanden – wie geht’s weiter?

Es ist ärgerlich, kommt aber dennoch immer wieder vor – und das vor allem bei nicht ausreichender Vorbereitung. Wenn das Ergebnis der MPU „nicht bestanden“ lautet, stellt sich oftmals beim Betroffenen erst einmal Frustration ein. Doch anstelle den Kopf in den Sand zu stecken, sollten Sie Ihre Enttäuschung möglichst schnell abschütteln und sich lieber der Frage widmen: MPU durchgefallen – wann kann ich wiederholen?

MPU nicht bestanden – was nun?

Sie haben ein negatives MPU Gutachten erhalten und stellen sich die Frage „MPU nicht bestanden – was nun?“

Es ist, wie es ist: Tatsächlich steht zwischen Ihnen und der Zurückerlangung Ihrer Fahrerlaubnis die erfolgreiche Absolvierung Ihrer MPU. Das bedeutet, wenn Sie wieder Autofahren möchten, nachdem Sie negativ im Straßenverkehr aufgefallen sind und dadurch Ihren Führerschein verloren haben, dann müssen Sie die nicht bestandene MPU wohl oder übel wiederholen. Allerdings, und das ist die positive Nachricht, gilt es auch zu beachten, inwieweit die MPU nicht bestanden wurde. Denn tatsächlich kann das Ergebnis der MPU „teilweise bestanden“ oder aber auch „MPU durchgefallen“ lauten.

Was passiert im Fall MPU „teilweise bestanden“

Als teilweise bestanden empfinden Kunden, wenn ein Kurs-Gutachten nach § 70 FeV empfohlen wird. Dies ist bei einer Alkohol- bzw. einer Drogenfragestellung möglich, insofern keine Abhängigkeit vorliegt. Aus gutachterlicher Sicht handelt es sich hierbei jedoch um ein negatives Gutachten, welches durch die Kursteilnahme zu einem positiven Votum wird.

In diesem Fall haben Sie im psychologischen Gespräch beispielsweise nicht ausreichend darstellen können, was Sie zukünftig anders handhaben wollen oder wo die Rückfallgefahren liegen können. Der Gutachter geht jedoch davon aus, dass die Defizite durch die Teilnahme an einem solchen Kurs bearbeitet werden können, so dass nach Absolvieren die Fahrerlaubnis erteilt werden kann.

Was passiert im Fall MPU „nicht bestanden“

Lautet das Ergebnis Ihrer MPU „durchgefallen“, dann ist es Ihnen in einem für die Prüfung der Fahrtauglichkeit ausschlaggebenden Teil der Untersuchung nicht gelungen, den Gutachter zu überzeugen. Die MPU Durchfallquote ist oftmals besonders hoch im Falle von Personen, die in der Vergangenheit schweres und/oder wiederholtes Fehlverhalten im Straßenverkehr gezeigt haben und dann die MPU ohne Vorbereitung antreten. Der Prüfer möchte sehen, dass am einstigen Fehlverhalten intensiv gearbeitet wurde. Ist dies nicht geschehen, dann fällt die Bilanz im MPU Gutachten negativ aus.

Im Falle einer nicht bestandenen MPU bleibt Ihnen nur die Möglichkeit, die MPU zu wiederholen. Eine Nachschulung ist nicht möglich.

Ich bin in der MPU durchgefallen, wann kann ich wiederholen?

Sie sind in der MPU durchgefallen? Was nun Sinn macht, ist die Ungeduld zurückzustellen und die zweite Chance vernünftig zu nutzen.
In der Regel gibt es keine Fristen, die es einzuhalten gilt, bevor eine MPU wiederholt werden kann. Der zeitliche Rahmen wird jedoch zumindest durch das Verschicken der Akte durch die Führerscheinstelle vorgegeben. Auch sollte man sich ausreichend Zeit nehmen, um zu erarbeiten, warum es im ersten Anlauf nicht positiv werden konnte und sich gezielt vorbereiten

Wiederholte MPU ohne Vorbereitung angehen?

Sie konnten den Gutachter in Ihrer ersten MPU nicht überzeugen, dann nutzen Sie Ihre zweite Chance. Betroffene sollten sich dessen bewusst sein, dass mehrmalige Wiederholung der MPU Nerven und Geldbeutel enorm strapazieren.

MPU durchgefallen, was nun? Vorbereiten und erneut antreten!

Nehmen Sie Ihr erstmaliges Scheitern bei der MPU nicht als Grund, aufzugeben. Sie sind in der MPU durchgefallen: Was nun zählt, ist eine eingehende MPU Vorbereitung für den nächsten Versuch. Nehmen Sie am besten die Hilfe und professionelle Beratung eines Experten in Anspruch und überlassen Sie dann beim zweiten Anlauf nichts mehr dem Zufall. Überzeugen Sie den Gutachter und erobern Sie sich Ihren Führerschein zurück.